Verein für Natur- und Vogelschutz Reinach

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Aktuelles

Naturschutztag, 28. Oktober

 

Die Mehlschwalbe (Delichon uribicum)

Die bei uns in den Sommermonaten in vielen Dörfern brütende Mehlschwalbe zählt zu den häufigsten Vogelarten. Trotzdem ist ihre Lage nicht rosig. Nebst anderem macht ihr Nestzerstörung durch den Menschen und Nistmaterialknappheit zu schaffen. So geht ihr Bestand seit Jahren zurück.

Den Namen verdankt die Mehlschwalbe ihrer weissen Unterseite. Kopf, Flügel, Rücken und Schwanz sind blauschwarz.

Die Mehlschwalbe gehört zu den Langstreckenziehern und überwintert in Afrika, südlich der Sahara. Sie trifft Mitte April bei uns ein und verlässt ihr Brutgebiet nach der Jungenaufzucht Mitte August/Anfang September Richtung Süden.

Eine Mehlschwalbe wird bis zu 6 Jahre alt. Sie ist standorttreu, das heisst sie kommt immer wieder an ihren an ihren Nistplatz zurück. Die Mehlschwalben sind Koloniebrüter. Ihre Nester kleben oft eng nebeneinander, vorzugsweise unter einem Dachvorsprung. Bis zu zweimal pro Jahr brüten sie 2 bis 6 Eier aus. Nach ca. 14- tägiger Bebrütung werden die Jungvögel während ca. 25 Tagen im Nest gefüttert. Bei schlechtem Wetter kann sich das  zufolge des knappen Futterangebots bis zu 30 Tagen hinziehen. Im Alter von 26 bis 29 Tagen fliegen die Jungvögel erstmals aus. Sie sind aber noch unselbständig und kehren ins Nest zurück, wo sie eine weitere Woche von beiden Eltern gefüttert werden.

Der Erfolg der Brut ist stark witterungsabhängig. Bei schlechten Wetterbedingungen (Kälteeinbruch, längere Regenphasen) finden die Altvögel zu wenige Insekten, sodass die Jungen verhungern.

Die Nahrung der Mehlschwalbe besteht hauptsächlich aus Fluginsekten, aber auch aus Läusen. Bis zu 220 Mal pro Tag wird den Jungvögeln im Nest, den sogenannten Nestlingen, Futter gebracht. Demzufolge verzehren vier Jungschwalben während ihrer Nestlingszeit 200000 Insekten. Die Mehlschwalben leisten damit einen wesentlichen Beitrag zur Kontrolle von Parasiten- und Schädlingspopulationen.

Wie kann man der Mehlschwalbe helfen? Natur- und Vogelschutzvereinen ist es gelungen, mit dem Aufhängen von künstlichen Nesthilfen Brutkolonien aufzubauen. Aber auch diese Brutkolonien von Goodwill der Hausbesitzer abhängig – und dieser nimmt kontinuierlich ab. Aus diesem Grund haben Vogelschützerinnen und Vogelschützer die Schwalbenhäuser entwickelt.

Weitere Informationen:

http://www.birdlife.ch/en/content/mehlschwalbe

http://www.bgv.ch/schwalben

 

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