Verein für Natur- und Vogelschutz Reinach

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Aktuelles

Naturschutztag, 28. Oktober

 

Weissstorch Projekt

Weissstorch

Bestand

Um 1950 verschwand der Weissstorch aus der Schweiz. Aber dank dem ehrgeizigen Altreuer Wiederansiedlungsprojekt von Max Bloesch und dem Engagement der Gesellschaft Storch Schweiz wuchs der Bestand des Vogels langsam aber stetig auf heute über 200 Paare an. Der Bestand ist heute selbsttragend und wächst um 3% pro Jahr.

 

Ausschlaggebend dafür ist vor allem die sehr hohe Lebenserwartung der Altstörche (Überlebensrate 86% von Jahr zu Jahr). Da aber bereits eine geringfügig kleinere Überlebensrate der Altvögel zu einem Bestandsrückgang führen könnte, gilt es, die nach wie vor bestehenden Gefahren wie elektrische Leitungen, offene Wassertürme und die Wilderei in Afrika einzudämmen. Eine möglicherweise neue Gefahr droht durch Windenergieanlagen. Der Reproduktionserfolg des Weissstorchs in der Schweiz wird v.a. durch hohe Niederschläge während der Jungenaufzucht negativ beeinflusst (1,65 flügge Jungen pro Paar). Die Bestandesentwicklung des Weissstorchs ist sehr gut dokumentiert. Seit über hundert Jahren werden die Besetzung der Horste und der Bruterfolg Jahr für Jahr landesweit vollständig registriert. Die Jungvögel werden mit wenigen Ausnahmen systematisch beringt.
www.storch-schweiz.ch

Schutz

Die Intensivierung und moderne Methoden der Landwirtschaft sind verantwortlich, dass diese Stelzvögel heute Probleme haben, ihre Jungen mit ausreichend Nahrung zu versorgen. Weitere Schwierigkeiten ergeben sich durch ihre Vorliebe für feuchte Wiesen, die zunehmend entwässert wurden, durch Kollisionen mit Freileitungen, den Einsatz von Schädlingsbekämpfungsmitteln und den Jagddruck in den Durchzugs- und Winterquartieren. Sollen die stolzen Vögel bei uns auch in Zukunft ein Auskommen haben, müssen wir für sie geeignete Lebensräume erhalten und aufwerten.

Projekt VNVR

Als im Zentrum Erlenhof im Winter 2014 beabsichtigt wurde, alte Pappeln beim Pferdestall aus Sicherheitsgründen zu fällen, entstand die Idee, die Bäume lediglich zu kappen und darauf Bruthorste für den Weissstorch zu montieren. In der Nähe auf Aescher Boden zieht ein Storchenpaar seit 2012 erfolgreich Junge auf. Nach verschiedenen Abklärungen u.a. mit dem Storchenspezialisten des Zoos Basel, Bruno Gardelli, wurden die Standorte erweitert, so dass wir in der Folge beim Technischen Deinst ein Angebot für die Erstellung und Montage von vier Nestern beim Erlenhof und einem Nest auf dem Bruderholzhof (zuständig Natur- und Vogelschutzverein, Oberwil) einholen konnten. Die Kosten des ganzen Projekts belaufen sich auf ca. CH 3500.--, wobei unser Verein CHF 1300.-- in das Projekt investiert hat. Erfreulicherweise durften wir die grosszügigen projektbezogenen Spenden in der Höhe von Total CHF 700.-- bei Mitgliedern verdanken. Mit CHF 1500.-- werden wir von der Kantonalen Natur- und Landschaftsschutz- kommission unterstützt.

 Montage der Nester

Am Freitag, 6. März war der grosse Moment gekommen und die Nester wurden bei schönstem Wetter mithilfe eines gemieteten Krans montiert. Ohne das grosse Engagement seitens der Mitarbeitenden des Erlenhofs bei der Montage der Nester und den Vorbereitungsarbeiten wie u.a. dem Zurückschneiden der Bäume wäre die ganze Aktion noch bedeutend teurer ausgefallen. Die Arbeiten waren zeitweise ganz schön spektakulär wie unsere Bilder beweisen. 

Gebaeude Storchennest_4_5

Gebaeude Storchennest_3_4

Nestbaum1_1_3

Nest1_5_2

Nest1_1_1

geflochtenes Nest 4_1_6

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Einweihung

Am 15. Juni 2015 fand beim Zentrum Erlenhof ein kleines Einweihungsfest im Beisein zahlreicher Mitglieder statt. Dabei ereignete sich eine Überraschung, mit welcher wohl niemand gerechnet hätte:

Nach Abschluss des Festes setzte Regen ein und die Dämmerung machte sich bemerkbar. Die meisten Gäste waren gegangen. Plötzlich flog ein Storch über die wenigen Verbliebenen hinweg in Richtung Reinach. In einem grossen Bogen kehrte er alsdann zurück und setzte sich zu unserer grossen Freude auf einen der eben eingeweihten Horste. Mithilfe des Fernrohrs gelang es Storchenspezialist Bruno Gardelli den Ring am Bein zu entziffern. Er war  im Jahr 2014 in Aristau/AG geschlüpft und dort am 24. Juni beringt worden.  Der Storch verbrachte in der Folge einige Nächte an Ort und zog dann weiter.

Stork May 2016

Foto: Barbara Saladin, 15.6.2015

Chronik 2016

Reportage im BirsMagazin

 

 

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