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Storchenchronik 2026
5. Juni: Die 3 Enkelstörche vom langjährigen Reinacher Pappel Storchenpaar, SH217♂ und ♀unberingt, wurden beringt.
Am Freitag, 5. Juni, stieg Beat Huggenberger mit einem Skylift zum Mobilfunk-Antennennest in Biel-Benken hoch, wo er die drei 8 Wochen alten Jungadebare beringte. Mama Helgi, Ring-Nummer: HES SP161 (geboren im Erlenhof Reinach), nahm es gelassen.
Die Ringe tragen die Nummern: HES SR540, HES SR541 und HES SR542
Am Sonntag, 7. Juni besuchte ich den Antennen-Horst (Bie08) um die Jungen mit ihren Ringen fotografisch festzuhalten. Bereits trainieren die 3 jungen Klapperstörche ihre Flügel, und machen kleine Luftsprünge. Für die beiden die nicht üben, heisst es dann - Kopf einziehen bitte!. (TD)
31. Mai: Voranzeige! Am Freitag, 12. Juni um ca. 10h werden die drei Jungstörche vom PaH im Erlenhof beringt.
Am 12. Juni kommt die Feuerwehr und unser Storchen-Beringer "Beat" zum Pappel-Horst.
Die Juvenile sind dann acht Wochen alt und erhalten am rechten Bein einen ELSA-Ring.
Der schwarze Ring mit weisser Aufschrift kommt ans rechte Bein, weil 2026 ein gerades Jahr ist. Oft werde ich gefragt, ob die Altstörche ihre Jungen nicht verteidigen und Personen, die sich dem Nest nähern, angreifen. Das geschieht nicht, die Altstörche verlassen das Nest, bleiben aber meistens in der Nähe. Die Jungstörche legen sich flach aufs Nest und stellen sich tot. Der Beringer deckt sie mit einem Jutesack zu und kann danach die Ringe problemlos über den Fersen (Intertarsalgelenk) anbringen. Die Ringnummern werden bei der Vogelwarte Sempach registriert und helfen bei einem Wiederfund, die Flugwege und die Aufenthaltsorte der Störche zu erfahren. (TD)
27. Mai: Das Küken vom PferdeStall-Horst-Ost überlebte nur 15 Tage.
Gross war die Freude als sich, nach den Eisheiligen und nach vielen unklaren Beobachtungen, das Schnäbelchen eines Jungstorchs zeigte. Die beiden unerfahrenen Altstörche kümmerten sich sehr um ihr Küken und spendeten ihm in diesen heissen Tagen viel Schatten. Was sie vermutlich nicht wussten ist, dass bei diesen Temperaturen das Futter allein nicht genug Flüssigkeit spendet (nur meine Vermutung).
Am Abend des 27. Mai besuchte ich mit meiner Enkelin die Störche. Sie wollte gerne den kleinen Storch sehen. Alles Beobachten half nichts, der Kleine war nicht zu sehen. Ein ungutes Gefühl überkam mich. Ich brachte die Enkelin nach Hause und fuhr erneut in den Erlenhof und da sah ich das tote Störchlein auf dem Dach, unter dem Nest liegen.
Am nächsten Tag hat der Leiter Forstbetrieb Erlenhof, den Kadaver vom Dach geholt und entsorgt, vielen herzlichen Dank an Thomi. (TD)
24. Mai: Das Pfingstwunder des Jungstorchs vom Kirchennest in Biel-Benken
Am Pfingstsamstag fand ein Passant, am Boden bei der Kirche Biel-Benken, einen Jungstorch Der Finder stellte fest, der Kleine ist sehr rege und scheint kaum verletzt zu sein. Vorsorglich nahm er den Jungstorch mit nach Hause und versuchte Beat Huggenberger zu kontaktieren. Da dies nicht gelang, kontaktierte er die Wildhut. Ein Wildhüter weckte Beat an Pfingstmorgen und brachte ihm die Nachricht. Der kleine Adebar wurde noch an Pfingsten zur Untersuchung in die Tierklinik Münchenstein gebracht, wo man ihn untersuchte und geröntgt hatte. Es grenzt an ein Wunder, der Winzling hat den Sturtz aus 25 Meter unverletzt überstanden. Beat fuhr nach Möhlin in die Aufnahmestation zu Bruno Gardelli und gab das Störchlein dort in Obhut. Mit anderen Jungen lebt er nun auf dem Horst "Marokko" und wird von einem fremden Pflegpaar aufgezogen.
Ich wünsche dem Überlebungskünstle, er möge gedeihen und flügge werden. Gespannt erwarte ich den Tag, an dem ich die freudige Nachricht vom ersten Flug erhalte (TD)
22. Mai: Die Teilnehmer an der Führung von "Festival der Natur", konnten durch das Spektiv den Nachzügler auf dem PSHO beobachten.
Das 10. "Festival der Natur" bot vom 20. – 25. Mai in der ganzen Schweiz ca. 750 kostenlose Veranstaltungen an, mit Schwerpunkt "Gemeinsam Biodiversität entdecken". Aus diesem Anlas führte der VNVR zum sechsten Mal zwei Storchenführungen mit dem Titel "Wildtiere am Stadtrand" im Erlenhof durch. Dabei erfuhren die Teilnehmenden viel über die Weissstörche. Wer sie sind, wie sie Leben und wie sie, nachdem es 1950 in der Schweiz kein einziges Brutpaar mehr gegeben hatte, wieder angesiedelt wurden.
Hautnah konnten die Teilnehmenden unsere beiden Storchenfamilien mit ihren Jungen beobachten. Dank einem Spektiv war es möglich, auch den ca. 10 Tage alte Nachzügler auf dem Pferdestall-Nest zu sehen. Eine interessante Beobachtung konnte die zweite Gruppe machen. Bei diesen heissen Tagen, brauchen auch Jungstörche viel Wasser. Einerseits zum Trinken und anderseits werden sie mit Wasser übergossen, sofern die Eltern dies wissen. Die Störchin vom Pappelhorst zeigte uns, wie sie Wasser organisiert. Sie landete nahe bei der Besuchergruppe in der Pferdekoppe. Dort steht ein automatischer Wasserspender für Pferde, an dem sie sich den Kropf mit Wasser füllte, um es dann ins Nest zu bringen. (TD)
16. Mai: Die Störche haben die Eisheiligen gut überstanden. Noch mehr, in diesen Tagen schlüpfte ein Küken auf dem PSHO.
Was ich nicht mehr für möglich hielte, ist eingetreten. Ein Tag nach der "Kalten Sophia" besuchte ich die Erlenhof Störche. Ich wollte sehen, ob sie die "Eisheiligen" schadlos überstanden haben, dabei erlebte eine grosse Überraschung. Beim Beobachten des PSHO (Pferdestall-Horst-Ost) hatte ich plötzlich den Eindruck, es habe sich am Nestrande etwas bewegt. Ich wendete meinen Blick nicht vom Nest ab, doch es geschah nichts. Endlich, nach 20 Minuten, zeigte sich kurz ein Köpfchen und ein Schnäbelchen. Welch eine Freude! Drei Wochen sind vergangen, seit ich die Küken auf dem Pappelhost (PaH) zum ersten Mal sah und nun weiss ich, auch die beiden neuen Storcheneltern haben mindestens einen Jungstorch im Nest. Ich wünsche ihnen viel Glück! (TD)
8. Mai: Unsere Storchenfamilien und ihre Enkelstörche
Nach der Krimiserie der Störche von diesem Frühjahr hat sich das Storchendasein wieder normalisiert. Ich hoffe es bleibt so, auch wenn die Eisheiligen noch nicht überstanden sind. Wenn man dem Wetterbericht glauben darf, so ist der Beginn mit Mamertus der regenreichste Tag. Die Kalte Sophia am 15. Mai endet durchzogen.
Das umgezogene Storchenpaar vom Birkennest hat sich auf dem Pappelhorst gut angesiedelt und das Pappelnest für ihre Grossfamilie hergerichtet. Nun sind es bereits 3 Wochen, seit die 3 Jungstörche geschlüpft sind. Sie gedeihen prächtig und ich kann kaum einen Grössenunterschied erkennen. Bereits haben sie gelernt, der Kot gehört über den Nestrand und nicht ins Nest. Beide Eltern haben viel zu tun, doch ein Elternteil bewacht immer den Nachwuchs, füttert und tränkt ihn.
Das Storchenpaar auf dem Pferdestallhorst Ost (PSHO) gibt mir Rätsel auf. Nach meinen Beobachtungen hat das Paar eine Woche nach dem Pappelhorst (PaH)-Paar mit brüten begonnen. Am 26. April deutete ich ihr verändertes Verhalten mit dem Schlupf von Küken. Doch nach ein paar Tagen war alles wieder im Brutmodus und das war auch am 8 Mai noch so. Möglicherweise ist das Paar noch sehr jung und es fehlt ihnen an Erfahrung. Da beide keinen Ring tragen, werden wir dies nie wissen.
Unsere Enkelstörche:
Nach dem Verlust unseres langjährigen Pappel-Storchenpaars ist es ein schöner Trost zu wissen, von ihnen leben seit diesem Jahr Enkelstörche in Biel-Benken auf der Mobilfunkantenne. Auch die Storcheneltern, die neu den Pappel-Horst erobert haben, sind Oma (SM217) und Opa geworden. Ihre Enkelstörche leben in Frankreich auf dem Neu-Weisskirchhof, nahe Biel-Benken..
In Biel-Benken auf der Mobilfunkantenne war im Jahr 2026 schon früh ein unberingter Storch anwesend, mit grösster Wahrscheinlichkeit der letztjährige Storchenmann. Ob die letztjährige Störchin nicht zurückkam oder vertrieben wurde, weiss ich nicht. Klar ist, Storch HES SP161 (Geschlecht unsicher/vermutlich weiblich) hat diesen Platz auf dem Nest erobert. HES SP161, getauft auf den Namen "Helgi", schlüpfte im Jahe 2022 im Erlenhof, auf dem Pappel-Horst, aus dem Ei. Nun hat "Helgi" 3 Jungstörche im Nest.
Das ehemalige Birkenhorst-Paar gebar im Jahr 2023 die Jungstörche HES ST450 und ST451.
HES ST450 wollte in diesem Frühjahr das marode Birkennest der Eltern übernehmen (siehe 8. März). Am 20. März traf ich HES ST450 in Frankreich, ca. 100 Meter nach der Landesgrenze bei Biel-Benken, auf dem Nest beim Neu-Weisskirchhof an.
Am 8. Mai konnte ich zu ersten Mal die drei Jungstörche sehen. Anders als bei uns Menschen, werden die Grosseltern kaum etwas davon erfahren. (TD)
26. April: Vor 4 Tagen habe ich das erste Köpfchen gesehen und heute zeigten sich drei.
Es braucht immer ein paar Tage, bis die Jungstörche die Grösse und die Kraft haben, sich über den Nestrand zu erheben. Heute war es so weit und ich konnte drei Jungstörche erkennen. Die Beobachtungen sind nicht einfach. Um einen möglichst flachen Winkel zum Nest zu erhalten, muss ich das Nest aus 170 Metern mit dem Fotoapparat aufnehmen. Das Flimmern der Luft verzehrt die Aufnahmen, was das Ganze noch erschwert.
Beim neuen Storchenpaar auf dem Pferdestall-Horst scheint es, als seien die ersten Küken auch geschlüpft. (TD)
18. oder 19. April: Auf dem Pappelhorst sind die ersten Jungstörche geschlüpft.
Die Störchin legt ihre Eier jeweils in Abständen von 2-3 Tagen. Nach dem zweiten Ei beginnen die Störche abwechselnd mit dem Brüten. Durch diese Verhalten schlüpfen die beiden ersten Jungstörche gleichzeitig. Die andern danach ich Abständen von 2-3Tagen. Wenn die ersten Jungstörche geschlüpft sind, verändert sich das Verhalten der Altstörche. Nach dem Schlupf werden rasch die Schalen und die Reste der Eier aus dem Nest geworfen. Nun würgen die Eltern das Futter hoch und legen es auf den Nestboden. Die Juvenilen müssen von Anfang an das Futter selbst vom Nestboden aufpicken. Grössere Stücke werden jeweils von den Altstörchen gefressen. Wenn die Jungstörche betteln, kommt es schon vor, dass die Eltern ihnen ein kleines Häppchen direkt in den Schnabel geben, das ist aber eher die Ausnahme.
Die Nachzügler haben es nicht einfach, sie werden von den Erstgeborenen gemoppt und kommen nur schwer ans Futter. Dadurch sinkt ihre Überlebenschance und wenn das Futter knapp wird, werden sie kaum überleben. Sie werden dann von Tag zu Tag schwächer und am Ende wird ihnen der Hals gebrochen und sie werden aus dem Nest geworfen. Das ist für uns Menschen brutal, doch dadurch wird sichergestellt, dass nicht die ganze Brut eingeht. (TD)
16. April: Die Birke mit dem Storchennest wurde durch den Forstdienst Erlenhof gefällt.
Vielen Dank dem Forstdienst Erlenhof, für die Fällung der Birke. Nach der Fällung wissen wir, es war ein guter Entscheid. Das Holz war sehr morsch und ein Sturm hätte die Birke problemlos umlegen und im schlechtesten Fall einen grossen Schaden anrichten können.
Etwas Wehmut kommt trotzdem auf. Dank dieser Birke bot sich für ein zweites Storchenpaar, die Möglichkeit, ein neues Nest im Erlenhof zu bauen und vom Jahr 2022- 2025 Jungstörche aufzuziehen. Das Glück meinte es mit dem Nachwuchs auf der Birke nie besonders gut und die Altstörche verloren mehrere Jungstörche auf tragische Weise.
Wünschen wir der Birkenhorst Storchenfamilie, die seit Frühjahr 2026 den Pappelhorst erobert hat, viel Glück mit der Aufzucht der Juvenilen und natürlich wünschen wir dies auch dem neuen Storchenpaar. (TD)
12. April: Beide Storchenpaare scheinen mit Hingabe zu brüten und leben in friedlicher Nachbarschaft.
Das Nachbarschaftliche Leben schien am Anfang an einem dünnen Faden zu hängen. Doch das ist Vergangenheit und auf beiden Nestern wird gebrütet. Das neue Paar auf dem Pferdestall musste zuerst das Nest vorbereiten und hat daher später mit dem Brüten begonnen. Anfangs wollte der Nestbau nicht richtig klappen, doch nun ist es ein schönes Nest geworden. (TD)
8. April: Die Tage des Birkennests im Erlenhof sind gezählt.
Im Frühjahr war die Frage, weshalb hat das Storchenpaar vom Birken-Horst ihr Nest aufgegeben und sich den Pappel-Horst erobert. Auch ST450, geboren 2023 auf diesem Horst, verlies zusammen mit einem andern Storch das Nest nach einer Woche Anwesenheit. Bei genauer Beobachtung wurde klar, die Birke ist am Absterben und das Nest droht abzustürzen. Diese Bedrohung, für Storch und Mensch, konnten wir nicht länger verantwortet. Weil Storchennester schweizweit geschützt sind und ganz besonders in der Brutzeit, mussten wir beim Amt für Wald und Wild beider Basel ein Gesuch einreichen. Nach der Besichtigung der Lage durch Wildhüter Michel Bick, erhielten wir die Bewilligung zur Entfernen der Birke. Der Forstdienst vom Erlenhof wird die Birke in den nächsten Tagen fällen. (TD)
7. April: Heute vor 10 Jahren hat sich, nach über 80 Jahren, ein Storchenpaar in Reinach angesiedelt
Nachdem sich das Storchenpaar alle vier Horste, die 2015 im Erlenhof installiert wurden, besichtigt hatten, entschieden sie sich für das höhergelegene Nest auf der Pappel bei der Pferdekoppel. Der Storch mit der Ringnummer HES SH217 und die Störchin ohne Ring begannen sofort, Nistmaterial herbeizuschaffen. Nach 10 Tagen begannen sie bereits mit dem Ausbrüten der Eier. (TD)
22. bis 28. März: Was schon fast unmöglich schien, scheint doch ein gutes Ende zu nehmen.
Am Sonntag, 22. März zog es mich am späten Nachmittag zu den Störchen im Erlenhof. Eine treue Beobachterin liess mir mitteilen, es seien wieder zwei Störche auf dem Pferdestall. Von weitem sah ich zwei Störche auf dem Pferdestall. Beim Nest angekommen sah ich, die beide Störche sind unberingt und so kann ich nichts über ihre Herkunft sagen.
Zu meinem Erstaunen, verhielten sich die beiden Pappelhorstler sehr friedlich. Der Storch war am Brüten und die Störchin auf Futtersuche. Mein Gedanken war, wie lange wird das so bleiben. So fuhr ich täglich zweimal in den Erlenhof und bis zum 28. März traf ich beide Paare in friedlicher Nachbarschaft an. Der Pappelhorst-"Hahn" schein mit seiner Brut zufrieden zu sein und hat die die Angst vor einer Fremdbefruchtung verloren.
Anfangs werkelte das Storchenpaar auf dem Pferdestall meistens ein wenig am Nest, doch so richtig ernst scheint es ihnen nicht zu sein. Im Geheimen hoffte ich, unsere Störchin vom PaH habe einen Partner gefunden und nun den Horst bezogen, doch dieses Verhalten würde nicht zu ihr passen. Ich wünschte mir, die beiden Störche legen beim Nestbau bald etwas zu, um bald mit der Brut zu beginnen. Die Störche selbst, scheinen mit dem Nest zufrieden zu sein und haben nach meinen Beobachtungen ca. am 25. März mit brüten begonnen. Auch heute, am 28. März, lag auf beiden Nestern je ein Storch und sie scheinen zu brüten. Das garstige Wetter lud sie nicht zum Aufstehen ein, daher weiss ich nicht, wer auf den PaH am Brüten war. Da beide Pferdestall Störche unberingt sind werde ich dies auch in Zukunft nie wissen. (TD)
26. März: Ich glaube den Grund für das verlassene Birkennest gefunden zu haben
Bei genauer Beobachtung fiel mir auf, das Nest hängt schief und auf dem Nest wächst Gras. Wenn Gras wächst, heisst das, das Nest wurde in diesem Jahr nie richtig angenommen und nie ausgeräumt, um zu bleiben. Ein Teil des Nests ist durch den Wind oder durch das Gewicht bei Nässe beschädigt worden und zwei Verankerung sind gebrochen. Das muss den Störchen aufgefallen sein und hat sie veranlasst, das Nest aufzugeben. Nun muss abgeklärt werden, wie es mit dem Nest weiter gehen soll. Die Fotos vom 27. März 2025 und vom 23. März 2026 zeigen den Unterschied. (TD)
20. März: Auf dem Pappelhorst wird gebrütet und im Erlenhof ist Ruhe eingekehrt. Eine grosse Überraschung gab es dennoch.
Das Storchenpaar auf dem PaH hat zwischen dem 15. und dem 19. März mit der Brut begonnen.
Am 20. März begab ich mich, wie jede Woche einmal, auf Storchentour durchs Leimental. Ich wollte sehen, ob SP161 noch auf der Mobilantenne in Biel-Benken weilt und ob es "Helgi" (SP161) gut geht. Sie oder er ist noch da und es wird gebrütet. Leider konnte ich nie eine Kopulation sehen und weiss deshalb nicht, ob SP161 ein Storch oder eine Störchin ist.
Bei der Kirche in Biel-Benken machte ich ein kleiner Halt. Das langjährige Storchenpaar vom Kirchdach-Nest ist auf dem neuen Nest (gekappte Linde) und brütet. Auf dem Kirchennest ist bereits ein neues Paar eingezogen. Es ist der Storch HES SN497 (geb. 2021 auf dem Neusatzschulhaus in Binningen) zusammen mit der Störchin SP200 (geb. 2022 auf der Mobilantenne in Biel-Benken). Dies wird unseren Beringer, Beat Huggenberger, freuen. Sein Storch (SP200) ist doch wieder zurück in der Schweiz und erst noch in Biel-Benken. Dieses Paar besetzte im Jahr 2025 das Nest beim Neu-Weisskirchhof, wenige Meter neben der Schweizergrenze auf französischem Boden – war mein Gedanke!
Um zu sehen, ob diese Nest auch besetzt ist, machte ich eine kleine Abstecher nach Frankreich zum Neu-Weisskirchhof und da die Überraschung. Auf dem Nest traf ich unseren Storch ST450 (vom BiH Erlenhof) mit einem unberingten Storch an. Leider fand keine Kopulation statt und so weiss ich noch immer nicht, welches Geschlechts ST450 hat. (TD)
8. März: Ein neues Storchenpaar versucht das Nest auf dem Pferdestall zu erobern und ST450 ist an seinen Geburtsort zurückgekehrt
Das Birkenhorst-Paar mit Störchin SM217 scheint sich auf dem Pappelhorst heimisch zu fühlen. Das Nest wird erweitert und es finden regelmässig Kopulationen statt. Seit dem 3. März wurden mir gemeldet, es gebe 5 Störche im Erlenhof. Am 4. März konnte ich 2 Störche kurz auf dem Pferdestall beobachten. Das neue Paar auf dem Pappelnest reagierten sehr nervös mit fauchen, klappern und mit aufstellen der Flügel. So verliessen die beringte Störchin SH219 (geboren 2013 in Aesch) und der unberingte Storch den Horst rasch wieder. Doch am nächsten Tag standen sie wieder auf dem Nest. Sie kopulierten und besorgten sich auch Nistmaterial. Plötzlich tauchte ein fünfter unberingter Storch auf. Das gefiel den neuen Pappelhorstlern nicht und sie verjagten die Störenfriede. Am 5. März sah ich das neue Paar auf dem Pferdestall zum letzten Mal. Sie verliess das Nest in Richtung Birkehorst und ich wollte mich vergewissern, ob nun ein Wechsel des Nests stattfinde.
Von weitem sah ich einen beringten Storch auf dem Birkennest. Als ich den Ring lesen konnte, trug er die Nummer HES ST450. Dieser Storch ist 2023 auf dem Birkenhorst aus dem Ei geschlüpft, d.h. er ist in seine Kindestube zurückgekehrt. Am 7. März traf ich ST450 mit einem unberingten Storch im Birkennest an. Ich dachte schon an ein Happy End, doch dies mit Vorsicht, war doch dieses Jahr alles anders als sonst. Meine Zurückhaltung war berechtigt, vom 8. März an war das Birkennest wieder leer. (TD)
1. März: Das Frühjahr 2026 zeigt auch bei den Störchen in unserer Region mehrere Veränderungen.
In Biel-Benken haben die Störche das langjährige Nest auf dem Kirchendach aufgegeben und sich auf einem gekappten Baum vor der Kirche einen neuen Horst gebaut. Da wird es sicher noch interessant werden, sollte ein neues Storchenpaar auf dem Kirchenhorst einziehen wollen.
Auch vom Mobilantenne-Horst gibt es Neuigkeiten, hier fand ein Partnerwechsel statt.
Die Störchin SP161 (Helgi), die 2022 auf dem Pappelhorst im Erlenhof geschlüpft ist, hat die letztjährige Störchen SG613 abgelöst. Seit letztem Jahr, konnte ich im Leimental die Ringnummer SP161 mehrfach ablesen. Ab Dezember 2025 hatte die Störchin SP161 ihren Schlafplatz auf der zweiten Mobilantenne (ohne Nest). Dieser Zufall half ihr bestimmt, den Verlust der Störchin SG613 auszunutzen und sich den Storchenmann zu erobern. Bestimmt wird dies den Paten Mikko freuen, nun kann er seine Störchin (Helgi) öfters besuchen. Da die Antenne sehr hoch ist, braucht man ein gutes Fernglas. Ich hoffe nicht, dass die Störchin SG613 der Vogelgrippe zum Opfer gefallen ist. Sie zog im Winter nach Pinto (Spanien) von wo ihr Ring in den Jahren 2020 bis 2023 regelmässig gemeldet wurde.
Nur in Aesch ist dieses Jahr, wenigstens bis jetzt, alles normal verlaufen. Die Kämpfe um das Nest durch die Holzener-Störchin AN974 blieben aus. (TD)
23. bis 27. Februar: Das Storchenpaar vom Birkennest bewohnt und verteidigt den Pappelhorst (PaH).
Die vertriebene Störchin vom Pappelhorst unternahm mehrere Versuche, das Nest zurückzuerobern. Sobald sie sich dem Horst näherte, stellten sich die Eindringlinge mit aufgeplustertem Gefieder und mit heftigem Klappern auf das Nest. Die Vertriebene musste einsehen, ohne ihren Storchenmann sind alle Versuche erfolglos. Der Glaube an eine Rückkehr vom langjährigen PaH Storch SH217 schwand mit jedem Tag. Die Neuen fühlen sich in ihrem neuen Heim sicher, bereits wird kopuliert und sie wagen sich auch, gemeinsam auf Futtersuche zu fliegen. Ich wünschte mir, ein neues Storchenpaar finde den leeren Birkenhorst. Mit dem Verlust von SH217 steigt nun auch die Möglichkeit, dass eines der Nester auf dem Pferdestall bezogen wird. (TD)
21. und 22. Februar: Auch das Birken-Horst Paar ist angekommen – zum Leidwesen der PaH Störchin, haben sie das falsche Nest bezogen.
Am Samstag, 21. Februar, begab ich mich voller Erwartung zum Pappel-Horst. Von weitem sah ich in den Pferdekoppen zwei futtersuchende Störche. Schnell war mir klar, der Storchen-mann SH217 vom PaH ist ebenfalls zurückgekehrt. Beim Heranzoomen des Paars stellte ich fest, zurückgekommen ist SM217, die Störchin vom Birken-Horst, doch wer hat sie bei sich.
Bald schon flogen beide Störche auf des Pappelnest, wo geklappert und kopuliert wurde. Da der zweite Storch kein Ring trug, konnte es nur der Storch vom BiH sein.
Am Sonntag wollte ich mehr erfahren und besuchte die Störche erneut. Es zeigte sich mir dasselbe Bild, wie am Samstag. Wo aber bleibt die PaH Störchin, fragte ich mich, da ich sie auch tags zuvor nicht sah. Plötzlich rief ein Pferdebesitzer aus der Pferdekoppe, schau Toni, da kommt ein dritter Storch. Dieser näherte sich dem Pappelnest und versuchte dort zu landen. Der Besetzer (BiH Storch) startete sofort und verhinderte die Landung. Noch mehr, er verfolgte diesen Storch in Richtung Schürhof und kehrte wieder zum Horst zurück. Der zweite und der dritte Angriff liessen nicht lange auf sich warten. Der angreifende Storch begriff, er hat keine Chance. Also bezog er ein Nest auf dem Pferdestall, wo er unmissverständlich die Abwehrpose einnahm. Nun konnte ich sehen, es war die Pappel-Horst Störchin. Ich hatte das Gefühl, auch sie hat schnell begriffen, sie muss auf die Ankunft von ihrem Storchenmann SH217 warten, um das Nest zurückzuerobern.
20. Februar: Unsere Pappel-Horst (PaH) Störchin ist aus dem Winterquartier zurückgekehrt.
Am 2. Februar bekam ich von Allen Maier die Nachricht mit einem Foto, einen Storch sei auf dem Pappelnest. Eine Kollegin von Allen hat im das Bild und die Mitteilung gepostet. Sofort begab ich mich in den Erlenhof. Leider konnte ich im weiten Umkreis kein Storch finden. In den folgenden Tagen sah ich bei meinen Besuchen kein "Langbein".
Am 5. Februar nachmittags, stand dann endlich ein unberingter Storch auf dem Birken-Horst (BiH) Ich konnte drei Fotos aufnehmen, bevor der Storch auf eine benachbarte Wiese zur Futtersuche flog. Für mich war klar, das ist die Rückkehr des Storchenmanns von der Birke. Ich genoss das Wiedersehen und beobachtete den Storch wie er sich einem Gartenhäuschen näherte. Als ich bereits auf dem Rückweg war, flog plötzlich der Storch über mich in Richtung Birken-Horst. Zu meinem Erstaunen, landete er jedoch in einem Baum bei der Sportanlage Erlenhof. Dort sah ich den Storch in den nächsten paar Tagen, doch nie mehr auf dem Nest und plötzlich war er wieder weg. Also Fehlalarm - schade!!
Am 9. Februar ein neues SMS von einer Erlenhof-Mitarbeiterin, ein Storch ist auf dem Pappel-Horst. Wieder zeigte sich mir kein Adebar. Ich vermute es war derselbe Fremdstorch, der sich Tage zuvor herumtrieb und sich ungestört die Nester anschaute.
Langsam bekam ich ein mulmiges Gefühl, waren die letzten zwei Jahre bereits anfangs Februar zwei Störche zurückgekommen. Aus Zeitgründen konnte ich ein paar Tage nicht in den Erlenhof und auch nicht auf Storchen-Tour. Gestern, 19 Februar, erreichte mich die Nachricht, das Aescher-Storchenpaar sei zurück. Trotz grauem Wetter und schlechtem Licht zog es mich heute Freitagmorgen auf die Storchenbeobachtung. Ohne Erfolg, suchte ich die Umgebung im Erlenhof nach schwarzweissen Gestallten mit roten Schnäbeln ab. So begab ich mich auf meine Runde nach Biel-Benken, wo bereits beide Nester besetzt sind. Von dort gings nach Aesch und auch da stand das Storchenpaar auf dem Nest.
Hol's mich der Kuckuck, war mein Gedanke, ich muss nochmals zum Erlenhof fahren. Das Birkennest, - immer noch leer. Ich wollte umkehren aber etwas in mir sagte, lasse nichts unversucht und so fuhr ich zum Pappel-Horst. Die Freude war gross, Unsere Störchin stand auf dem Nest und war bereits mit dem Ausbessern des Horsts beschäftigt. (TD)
Legende:
TD Toni Dürrenberger
IR Irene Rüegg
DiP Fabio Di Pietro
PaH Pappelhorst
BiH Birkenhorst (am 16.4.26 Birke gefällt. Siehe Chronik)
PSHO Pferdestallhorst Ost
Hier sind die jährlichen Chroniken: 2025, 2024, 2023, 2022, 2021, 2020, 2019, 2018.
Die Beringungstabelle ist hier: Beringung
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Verein für Natur- und Vogelschutz Reinach
Herrenweg 32
CH-4153 Reinach, Basel-Landschaft
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